4 Einfache Wege Die Angst Vor Der Geburt Zu Überwinden

Mrz 19, 2018 | Geburt, MamaSein&Mehr | 0 Kommentare

Warum haben wir Angst vor der Geburt? Wieso fürchten wir uns so vor einer Sache, die das natürlichste der Welt ist? Warum treibt uns allein der Gedanke an die bevorstehende Geburt die Schweißperlen auf die Stirn?

Die Antwort ist einfach: Schmerz.

Von kleinauf lernen wir, dass eine Geburt unter Schmerzen stattfindet. Wir hören Geschichten über komplizierte Geburten im Familienkreis, oder sehen Filme, in denen die gebärenden Frauen schreiend bitten, es möge doch endlich vorbei sein.

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Doch warum tut die Geburt weh?

„Warum tut die Geburt weh?“ Diese Frage kreiste unaufhörlich in meinem Kopf, als ich mit meinem ersten Sohn schwanger war. Warum sollte die Natur die Geburt schmerzhaft gestalten, wenn diese doch unser (Über-)Leben sichert?

Ich googelte mir also die Finger wund, um eine Antwort auf meine Frage zu bekommen. Natürlich gibt es auch hier, wie bei jedem größeren Thema, gleich mehrere Theorien.

Unter anderem machen einige Wissenschaftler unsere aufrechten Gang verantwortlich. Durch das Stehen und Gehen sind die Becken der Frauen für eine schmerzfreie Geburt zu klein.

Des Weiteren gibt es noch die Theorie, dass durch die Zunahme unsere Gehirne im Laufe der letzten tausenden von Jahren die Köpfe der Babys bei der Geburt zu groß sind.

Oder, dass die Kinder zum Zeitpunkt der Geburt ,durch die zucker- und kohlenhydratreiche Ernährung der Mutter insgesamt zu groß für eine schmerzarme Geburt seien.

Natürlich klingen all diese Theorien plausibel und wahrscheinlich tragen auch all diese Umstände dazu bei, dass die Geburt eines Baby schmerzhaft sein kann.

Theorien hin oder her, meine Angst wurde dadurch nicht gemindert, also suchte ich nach Optionen, wie man am Besten mit dieser Angst umgehen kann.

Wenn Du auch Angst vor der Geburt hast können Dir meine Tipps vielleicht auch helfen die Angst zu besiegen.

So besiegst Du die Angst vor der Geburt

1.Stell Dich taub! 😉

Sicherlich hast Du auch schonmal die eine oder andere Horror-Story über eine schreckliche Geburt gehört. Oder Du gehörst zu den Frauen, die leidenschaftlich gerne Geburtsberichte lesen; auch dann ist Dir sicherlich schon eine grausame Geschichte begegnet.

Wenn Du Angst vor der Geburt hast, kann ich Dir nur einen Tipp geben: Lass es!

Hör weg, wenn Dir jemand über seine grauenhafte Geburt berichten will.

Hör auf, negative Geburtsberichte zu lesen!

Jede Geburt ist anders und die Wahrscheinlichkeit, dass es ausgerechnet bei Deiner Geburt zu Komplikationen kommt ist sehr gering.

Unser Gehirn sorgt leider dafür, dass wir uns eher an negative Sachen erinnern als an positive.

Wenn Du also immer weiter negative Berichte ließt oder hörst, würde Deine Angst wahrscheinlich immer größer werden. Am Ende wirst Du wahrscheinlich sogar fest davon überzeugt sein, dass auch Du eine schreckliche Geburt haben könntest.

2.Informier Dich über Hypnobirthing

Auch ich hatte, wie gesagt, schreckliche Angst vor meiner ersten Geburt. Da ich ein sehr verkopfter Mensch bin, machte ich mir über alles Sorgen und überdachte jede mögliche Eventualität (m)einer Geburt.

Zum Glück stieß ich relativ früh auf das Buch "HypnoBirthing. Der natürliche Weg zu einer sicheren, sanften und leichten Geburt: Die Mongan-Methode "von Marie Mongan*.

Diesem Buch verdanke ich meine entspannte und angstfreie Schwangerschaft und es sorgte sogar dafür, dass ich mich regelrecht auf meine Geburt freute und sie herbei sehnte:

-Es half mir dabei zu verstehen, wie eine Geburt körperlich abläuft
-Ich verstand ,wieso eine Geburt schmerzhaft ist
-Ich lernte, dass eine Geburt aber nicht schmerzhaft sein muss
-Ich machte regelmäßige Entspannungsübungen
-Ich lernte bestimmte Atemübungen, die ich je nach Geburtsphase anwenden sollte

Meine erste Geburt endete leider mit einem Kaiserschnitt.

Trotzdem war ich so überzeugt von Hypnobirthing, dass ich beim zweiten Kind sogar einen Kurs mitmachte. Auch wenn ich nicht ganz schmerzfrei war (ich kenne jedoch ein paar bei denen die Geburt tatsächlich schmerzfrei war!) hatte ich dennoch auch beim zweiten Mal eine total entspannte Schwangerschaft und eine Traumgeburt.

3. Erstelle einen Geburtsplan

Je sicherer Du dir bist, wie deine Geburt ablaufen soll, umso entspannter und somit angstfreier wirst Du sein.

Wenn die Wehen einsetzen wirst Du dich auf die Geburt konzentrieren und Dich nicht mit irgendwelchen wichtigen Entscheidungen rumplagen wollen.

Fragen, die Du klären solltest sind:

Wer soll bei der Geburt dabei sein?

Dein Partner /Vater des Kindes? Deine Mama? Deine Schwester oder Deine beste Freundin? Möchtest Du eine eigene Hebamme oder Doula, die die ganze Geburt über bei dir bleibt?

Wo möchtest Du Dein Kind zur Welt bringen?

Kommt nur ein Krankenhaus für Dich in Frage, weil Du medizinisch auf Nummer sicher gehen willst? Oder setzt Du viel Wert auf eine entspannte Atmosphäre und möchtest daher in einem Geburtshaus oder vielleicht sogar zu Hause Dein Baby willkommen heißen?

Wie möchtest du dein Kind gebären?

Möchtest Du eine möglichst interventionsarme Geburt, das heißt, zum Beispiel keine vaginale Untersuchungen oder/und CTG in regelmäßigen Abständen? Möchtest Du Schmerzmittel nehmen, falls du Schmerzen hast? Oder durch andere Methoden (Akupunktur, Homöopathie) versuchen die Schmerzen zu reduzieren? Möchtest Du einen Kaiserschnitt?

Natürlich gibt es noch mehr Fragen die zu klären sind und die Du in deine Geburtsplanung mit einbeziehen solltest(Kinderbetreuung,Ambulante Geburt etc.).

Sicherlich ist es auch trotz der besten Vorausplanung möglich, dass es zu Umständen kommt, die Du vorher nicht bedacht hattest, trotzdem kann so ein Geburtsplan unglaublich viel Anspannung nehmen und ist auf jedenfall sehr empfehlenswert.

4. Bereite Dich körperlich auf die Geburt vor

Kaum jemand würde an einem Marathon teilnehmen, ohne sich dafür vorzubereiten. Auch die Geburt fordert, wie der Marathon, eine Unmenge an Leistung von unseren Körper ab. Dennoch bereitet sich kaum eine Schwangere körperlich auf die Geburt vor.

Dabei reicht es schon, 2 bis 3 mal die Woche ein bisschen Sport einzubauen.

Nach Absprache mit deinem/r Arzt/Ärztin könntest Du zum Beispiel Schwimmen oder Spazieren gehen. Auch Schwangerschaftsyoga ist sehr gut oder Du könntest Beckenbodenübungen in den Alttag einbauen.

Wenn Du Sport in die Schwangerschaft einbaust, wirst Du Dich körperlich gut auf die Geburt vorbereitet fühlen und deine Angst wird sich sicherlich verringern.

Neben all diese Tipps solltest Du immer im Hinterkopf behalten, wofür Du das alles machst. Die Geburt wird Dir etwas Unglaubliches schenken. Sieh die Geburt also nicht als etwas schmerzhaftes und schreckliches, sondern als den Weg den Du gehen musst, um das Schönste in Deinem Leben zu erhalten: Dein Kind.

Es ist ganz normal, vor etwas Angst zu haben, das einem Unbekannt ist, oder mit dem man schlechte Erfahrungen gemacht hat. Ich hoffe, Du findest Wege um mit der Angst vor Schmerzen umzugehen oder sie vielleicht sogar ganz zu besiegen. Ich wünsche Dir eine entspannte Schwangerschaft und eine tolle Geburt!

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