Frühes Aufwachen – Was Du Dagegen Tun Kannst

Mrz 27, 2018 | Baby, Baby & Kind, Kind, Kleinkind, Schlafen | 4 Kommentare

Es gibt nichts Schöneres auf der Welt, als von seinem Kind geweckt zu werden.

Außer um 5 Uhr morgens. Oder 5.30.

Eigentlich ist alles vor 6.30 doof.

Am Liebsten wäre mir irgendwann nach 7 Uhr. Jaja, ich weiß. Witzig. Aber man darf ja wohl noch träumen dürfen. 😉

Nein jetzt mal im Ernst. Es kommt gar nicht so selten vor das Kinder um 5 Uhr morgens aufwachen, obwohl sie noch gar nicht ausgeschlafen sind. Ganz zu schweigen von den Eltern.

Man merkt es bei Babys, vor allem daran, dass sie meist weinend aufwachen, oder schon nach einer kurzen Zeit wieder müde wirken.

Wenn Dein Kind also über einen längeren Zeitraum aufwacht und Du ausschließen kannst, dass es an einem Wachstumsschub, dem Zahnen, einer Krankheit oder ähnlichem liegt, kann es sein, dass es ein Problem im Tagesablauf gibt, oder andere Probleme dafür sorgen, dass dein Kind zu früh aufwacht.

4 Probleme die dafür sorgen, dass dein Kind zu früh aufwacht :
1.Dein Baby/Kind kriegt genug Schlaf

Fakt ist, wenn dein Kind seinen Schlafbedarf gestillt hat, ist es ausgeschlafen.

Wir können Babys und Kinder zwar beim Schlafen unterstützen, aber auch sie werden nur soviel schlafen, wie sie es brauchen.

Beispiel: Dein 3-jähriges Kind hat einen ungefähren Schlafbedarf von 12 Stunden. Es hält Mittags noch für eine Stunde ein Tagesschläfchen und du legst es um 18.30 zum Nachtschlaf hin, dann wird es um 5.30 morgens ausgeschlafen sein.

Wenn du dir nicht sicher bist, wieviel Schlaf dein Baby (0-12 Monate) braucht, kannst du meinen Artikel ‚Der Schlafbedarf von Babys‘ lesen, dort findest du eine Tabelle für die entsprechenden Monate.

Für Kinder ab 1 Jahr, nutze die folgende Tabelle als Orientierung:

Wenn die Schlafdauer Deines Kindes in diesen Bereichen liegt, ist es sehr unwahrscheinlich, dass Dein Kind zu wenig Schlaf bekommt.
Natürlich gibt es auch Ausnahmen. Manche Kinder schlafen eine Stunde weniger als in der Tabelle angegeben, manche mehr. Natürlich gibt es auch kleine Murmeltiere die länger schlafen (die glücklichen Eltern! ;-)). Wenn dein Kind weit unter, oder über den empfohlenen Zeiten liegt, solltest du mit Deinem Kinderarzt sprechen um gesundheitliche Probleme auszuschließen.

Wenn du anhand der Tabelle nun rausgefunden hast, dass Dein Kind eigentlich genug Schlaf kriegt, bleibt dir nichts anderes übrig als dies erstmal zu akzeptieren und zu warten, bis der Mittagsschlaf(falls dein Kind noch tagsüber schläft) wegfällt und die Zeit vom Mittagsschlaf zum Nachtschlaf dazukommt. Andernfalls kannst Du versuchen, den Tagesablauf und somit die Schlafenszeit nach und nach zu verschieben.

Wenn du die Schlafenszeit abends nach hinten verschiebst, musst du wahrscheinlich auch den Mittagsschlaf nach hinten verschieben, um eine Übermüdung zu vermeiden. (siehe Punkt 2)

Solltest du das Gefühl haben, dass Dein Kind zu wenig Schlaf bekommt, kannst du einiges tun um sein Schlafverhalten zu unterstützen.

Für noch ganz kleine Babys kannst du meinen Artikel ‚7 Tipps die deinem Neugeborenem helfen, endlich zu schlafen‘ lesen.

2.Dein Baby/Kind ist übermüdet

Viele Eltern glauben, dass wenn man sein Kind länger aufbleiben lässt, es länger schläft.
Gerade bei Babys ist dies aber der völlig falsche Weg. Guter Schlaf sorgt meistens dafür, dass dein Kind noch mehr schläft bzw. auch wirklich den Schlaf bekommt den es braucht. Ich weiß das hört sich unlogisch an, aber im Englischen gibt es dafür sogar den Ausdruck ‚sleep begets sleep’ , was soviel heißt wie ‚Schlaf erzeugt Schlaf‘.
Übermüdung hingegen lässt dein Kind schlechter schlafen und ist meistens der Auslöser dafür, wenn ein Kind zu wenig schläft.

Folgende Gründe können dazu führen, dass dein Kind zur abendlichen Schlafenszeit übermüdet ist:

Dein Kind schläft tagsüber insgesamt zu wenig.

Je nach Alter brauchen Kinder ein bis mehrer Tagesschläfchen. Sollte dein Kind zu wenig Tageschläfchen kriegen, oder der Schlaf zu kurz sein, könnte dein Kind leicht übermüden.

Das letzte Tagesschläfchen ist zu lang vor dem Zubettgehen.

Nicht nur die Anzahl an Tagesschläfchen zählt, sondern auch das richtige Timing. Vor allem das letzte Schläfchen kann einen großen Einfluss auf den Nachtschlaf haben.

Wenn die Wachzeit zwischen dem letzten Tagesschlaf und Nachtschlaf zu lang ist, könnte es passieren das dein Kind zur Schlafenszeit sehr übermüdet ist. Meist werden 4-5 Stunden Wachzeit vor dem Nachtschlaf empfohlen. Dies sorgt für eine ausreichende Schläfrigkeit ohne das es zu einer Übermüdung führt.

Dieser Artikel könnte dich interessieren: ‚Die optimale Wachzeit- Solange sollte dein Baby zwischen zwei Schlafperioden wach sein‘.

Die Bettgehzeit ist zu spät.

Vor allem bei ältere Kindern, die keinen Mittagsschlaf mehr machen, kann eine zu späte Schlafenszeit am Abend zur Übermüdung führen.

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3. Dein Baby/Kind wird im Schlaf gestört

Viele Babys brauchen absolute Dunkelheit, um gut zu schlafen. Vor allem im Sommer wenn es wieder früher hell wird und die Fenster keine Jalousien besitzen, kann dies zum Problem werden.

In diesem Fall empfehle ich euch ein Verdunkelungsrollo* vor dem Fenster anzubringen. Diese Rollos lassen kein Licht durch und durch die Saugnäpfe lassen sie sich super leicht anbringen und sogar mit auf Reisen nehmen!

Auch laute Geräusche am Morgen, vielleicht weil Du Dich früh für die Arbeit fertig machen musst, können den Schlaf Deines Kindes stören.

Hier können sogenannte WhiteNoise Maschinen* helfen, die Hintergrundgeräusche zu überdecken.
Besonders Neugeborene lieben diese Geräusche, denn sie erinnern sie an das Rauschen im Mutterleib und somit sind sie auch eine gute Einschlafhilfe.

4. Dein Baby/Kind ist ein Frühaufsteher

Wie bei uns Erwachsenen gibt es auch schon unter den ganz kleinen „geborene Frühaufsteher“. Vor allem wenn Du ,oder der Papa des Kindes, ein Frühaufsteher ist , dann ist es sehr wahrscheinlich, dass auch Euer Kind liebend gerne morgens früh aufsteht. Denn immer mehr Wissenschaftler sind sich einig, dass unsere Schlafangewohnheiten vererbt werden.

Trotzdem kannst Du versuchen durch eine schrittweise Anpassung Eures Tagesablaufs dafür zu sorgen, dass sich die Aufwachzeit Deines Kindes nach hinten verschiebt. Solltest Du jedoch auch nach mehreren Wochen keinen Erfolg sehen und Dein Kind somit insgesamt weniger Schlaf bekommt würde ich es nicht weiter erzwingen.

Ich hoffe diese Tipps können Dir helfen zu verstehen, warum Dein Kind so früh aufwacht. Es wird immer wieder Phasen geben, in denen Du dir wünscht, es würde noch 1-2 Stunden länger schlafen. Ich hoffe aber, dass dies nich allzu oft vorkommen wird. 😉

Wacht Dein Kind auch früh auf? Ist dieser Artikel hilfreich für Dich? Solltest Du noch Fragen haben, würde ich mich sehr über ein Kommentar oder eine E-Mail freuen!

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4 Kommentare

  1. Hy!
    Dein Artikel ist zwar interessant, ich bin jedoch noch immer ratlos. Unsere grade 3 gewordene Tochter macht keinen Mittagsschlaf mehr und schläft von 20-5 Uhr +/- und das jeden Tag! In letzter Zeit wird sie auch mal um halb 5 wach und das macht uns fertig 🙁
    Mein Eindruck ist, sie geht abends müde aber nicht übermüdet ins Bett und schläft auch gut (durch). Morgens ist sie so fit, dass sie nicht kuscheln will und auch nicht mehr wieder einschläft.
    Nach der Kita hat sie meist gg. 16 Uhr einen kleinen Tiefpunkt, wir scheuen uns aber davor sie „so spät“ nochmal hinzulegen…

    Antworten
    • Hallo 🙂 Danke für dein Kommentar. Ich kann das total nachvollziehen, dass euch das frühe Aufstehen fertig macht:-(. Tatsächlich gibt es viele Kinder die mit 3 und sogar mit 4 noch einen Mittagsschlaf brauchen. Doch ich selber weiß, dass dies nicht immer möglich ist umzusetzen und mit 3 würde man auch nicht mehr unbedingt dazu raten einen Mittagsschlaf zu „erzwingen“. Habt ihr schonmal versucht sie Abends früher hinzulegen? Eine frühe Zubettgehzeit wirkt bei vielen Kinder wahre Wunder wenn sie eigentlich noch einen Mittagsschlaf gebrauchen könnten. Dabei könnt ihr Stück für Stück vorgehen, also zum Beispiel nur alle 3 Tage die Zubettgehzeit um 15 Minuten nach vorne verschieben und euch so langsam an eine ideale Zubettgehtzeit und hoffentlich spätere Aufstehzeit herantasten. Kinder im Alter von 3 Jahren brauchen im Durchschnitt 12-13 Stunden Schlaf innerhalb von 24 Stunden, dass heißt bei euch ist da schon sehr viel Luft nach oben und das spricht eigentlich auch dafür das sie eventuell übermüdet ist. Natürlich ist jedes Kind anders und es könnte sein das sie weniger Schlaf braucht, aber soviel weniger ist sehr unwahrscheinlich. Probiert es doch einfach mal aus mit der frühen Schlafenszeit 🙂 Ich wünsche euch alles Gute!

      Antworten
  2. Mich haben immer alle um mein Langschläferkind beneidet. Er schlief sehr sehr lange bis 10 oder 11, später bis 9…
    Bis ich dann sagte, dass er abends aber auh erst zwischen 10 und 12 mit uns schafen geht. Das wollte fann auch keiner mehr (Für uns hats so gepasst).
    Am liebsten hätten die ein Kind gehabt, das von 6 bis 10 schläft UND noch Mittagsschlaf macht….

    Antworten
    • Liebe Tina, danke für dein Kommentar! 🙂 Ja,jeder muss für sich entscheiden, wie er mit den Schlafenszeiten seiner Kinder umgeht. Manche wollen früh „Feierabend“ haben (ich gehör dazu o:-)), dann muss man sich aber auch darauf einstellen, dass das Kind eben wieder früh aufwacht, wenn es ausgeschlafen ist. Ihr habt diese Lösung für euch gefunden und das ist gut! Liebe Grüße Josy

      Antworten

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