Still-Tipps Die Jede Mama Kennen Sollte

Okt 11, 2018 | Baby, Baby & Kind, Kleinkind, Stillen | 0 Kommentare

Stillen ist die beste Ernährung für unsere Babys. Schon immer haben Mütter ihre Kinder gestillt und bevor es Flaschennahrung gab, war es die einzige Möglichkeit ein Baby zu ernähren und so sein überleben zu sichern.

So müsste man nun eigentlich denken, dass die Fähigkeit zu Stillen in unserem Blut liegt und doch gar nicht so schwer sein kann. Doch falsch gedacht.

Viele Mamas, und ich zähle mich eindeutig dazu, fällt das Stillen schwer. Egal wie gut man im Krankenhaus das Stillen gezeigt bekommen hat, zu Hause ist es dann doch irgendwie anders.

Für alle Mamas die Schwierigkeiten mit dem Stillen haben, oder das Stillen verbessern wollen, habe ich hier die besten Tipps für leichteres und entspannteres Stillen zusammengestellt.

Bitte beachte, dass ich weder eine ausgebildete Stillberaterin noch Hebamme bin. Die Tipps in diesem Artikel kommen entweder von meiner eigenen Erfahrung, oder sind recherchiert. Bei ernsthaften Still-Problemen oder Fragen wende dich bitte an deine Hebamme, oder eine Stillberaterin.

Einfacher Stillstart:

Nach zwei Stillbeziehungen kann ich sagen, dass ein guter Stillstart das A und O ist. Hab keine Scheu die Stillberaterin im Krankenhaus oder deine Hebamme mit Fragen zu bombardieren. Hier sind ein paar weitere Tipps für einen gelungenen Stillstart:

1. Häufiges Stillen um den Milcheinschuss anzuregen

Gerade in den ersten Stunden und Tagen ist es sehr wichtig, dein Baby regelmäßig anzulegen. Auch wenn bis zum Milcheinschuss wenig bis gar keine Milch aus deiner Brust kommt, stimuliert das Saugen die Milchproduktion.

2. Richtiges Anlegen lernen

Lass dir das richtige Anlegen immer wieder zeigen. Scheu dich nicht deine Hebamme immer und immer wieder nach der richtigen Anlegetechnik zu fragen. Das richtige Anlegen ist wichtig, damit ausreichend Milch produziert wird, dein Baby satt wird und deine Brust vollständig entleert wird, um zum Beispiel einen Milchstau zu vermeiden.

3. Stilleinlagen für tropfende Brüste

In der Anfangszeit passiert es häufig, dass zwischen den Stillmahlzeiten Milch aus der Brust ausläuft. Es ist also ratsam, dir einen kleinen Vorrat an Stilleinlagen* zuzulegen.

Auch während des Stillens kann Milch auf der anderen Seite der Brust rauslaufen. Vor allem bei meinem ersten Sohn habe ich mich immer wahnsinnig aufgeregt, wieviel Milch dabei verloren geht.
Bei meinem zweiten Sohn habe ich dann diese Auffangschalen* benutzt. Ich kann sie echt jeder Mama weiter empfehlen, die beim Stillen auch viel Milch „verliert“. Anstatt durchtränkten Stillpads, könnt ihr neben dem Stillen nun auch einen kleinen Vorrat an Muttermilch anlegen.

Entspanntes Stillen:

Wenn du angespannt bist, weil das Stillen nicht so gut klappt, oder du Angst vor Schmerzen hast, kann das einen Einfluss auf das Stillen haben. Nicht nur dein Baby merkt deine Angespanntheit, sondern auch der Milchfluss kann gehemmt werden.

4. Achte auf Hungeranzeichen

Die meisten Babys zeigen schon sehr früh, wenn sie Hunger haben. Zum Beispiel durch Schmatzen, am Fäustchen saugen oder rasches drehen des Kopfes . Du solltest immer versuchen dein Baby bei diesen ersten Anzeichen anzulegen, bevor es anfängt zu schreien und nur noch sehr schwer zu beruhigen ist.

5. Finde eine Stillposition die angenehm für dich ist

Nicht nur dein Baby sollte bequem liegen, auch du solltest eine Position finden, die dir das Stillen erleichtert. Manchmal kann es hilfreich sein, ein normales, oder ein Stillkissen zur Hilfe zu nehmen.

6. Stilllicht für die Nacht

Da Babys den Unterscheid zwischen Tag und Nacht noch nicht kennen, sollte man vor allem in den ersten Wochen und Monaten darauf achten, Nachts nur wenig bis gar kein Licht an zu machen. Dennoch kann es manchmal nötig sein ein wenig Licht zu haben, um zum Beispiel das Baby korrekt anzulegen. Nachtlichter* kann man so einstellen, dass sie nur soviel Licht geben, wie es nötig ist und sie lassen sich zudem einfach bedienen.

Mehr Milch:

Der Gedanke nicht genügend Milch zu haben plagt jede Mama einmal. Mit diesen Tipps kannst du deine Milchproduktion anregen:

7. Stillpositionen variieren

Dieser Tipp ist nicht nur wichtig, wenn du deine Milchproduktion anregen willst sondern auch sonst sehr sinnvoll. Wenn du immer nur in einer Position stillst, kann es passieren, dass einige Milchkanäle nicht richtig geleert werden. Das kann zu schmerzhaften Verhärtungen und sogar zu einem Milchstau führen.

8. Brust vor dem Stillen erwärmen und massieren

Die Erwärmung der Brust und das anschließende massieren verbessern den Milchfluss. Für das Erwärmen kannst du eine Wärmflasche oder ein Kirschkernkissen nehmen. Ich kann auch die Thermopads von Avent* empfehlen, diese lassen sich nicht nur erwärmen, sondern können auch als Kühlung genutzt werden. Sehr Praktisch!
Als Massage empfehle ich dir eine spezielle Brustmassage die auf das Stillen vorbereitet. Eine Anleitung findest du zum Beispiel auf Mamiweb.de

9. Häufiger Stillen

Die Stillproduktion wird nach dem Bedarf geregelt. Das heißt, wenn du mehr stillst, produziert deine Brust auch mehr Milch. Andersherum wird die Milchproduktion heruntergefahren, wenn du weniger stillst.

Wenn dein Baby das häufige Stillen verweigert, kannst du auch mit einer Pumpe zwischen den Stillmahlzeiten die Produktion anregen. Bitte sei aber vorsichtig, denn eine übermäßige Milchmenge, die weder abgetrunken, noch abgepumpt wird, kann zu Milchstaus und Brustentzündungen führen.

10. Stilltees trinken

Trinken ist für stillende Mütter sehr wichtig. Tees mit speziellen Kräutern können die Milchbildung anregen. Ich bin ein großer Fan von diesem Tee, denn er hat bei mir innerhalb von 1-2 Tagen eine deutliche Besserung bewirkt und schmeckt zum Glück dazu auch noch sehr gut.

Weitere Tipps um die Milchmenge zu steigern findest du in diesem Artikel.

Baby satt kriegen:

Ob dein Baby satt wird und genügende Muttermilch bekommt kannst du hier nachlesen.

11. Hintermilch sättigt am meisten

Anders als Flaschenmilch verändert sich die Muttermilch im Laufe des Stillvorgangs. Sie wird nach und nach fettreicher und somit sättigender. Vor allem nach einer längeren Stillpause von zum Beispiel 2-3 Stunden ist es sinnvoll, das Baby länger an der Brust zu lassen, damit es auch die sättigende Hintermilch bekommt.
Trotzdem solltest du dir keine Sorgen machen, wenn dein Baby nur kurz stillt. Meistens wird es dann auch häufiger stillen wollen und trotzdem eine ausreichende Menge an Fett erhalten.

12. Nach Bedarf stillen

Früher wurde den Müttern empfohlen, ihre Babys nach einem strengen Zeitplan zu füttern und frühestens nach vier Stunden. Heute weiß man zum Glück, dass das absoluter Quatsch ist und man den Babys die Führung überlassen sollte. Das sorgt nicht nur für eine ausreichende Milchmenge sondern auch zu satten und entspannten Babys.

Schmerzfrei Stillen:

Unter Schmerzen zu stillen ist eine echte Herausforderung. Gerade in den ersten Wochen kann es vermehrt zu wunden und blutigen Brustwarzen kommen, wenn zum Beispiel das Baby falsch angelegt wurde.

13. Muttermilch antrocknen lassen

Bei den ersten Anzeichen kann es manchmal schon reichen, die Brustwarzen mit ein wenig Muttermilch an der Luft trocknen zu lassen.

Bei stärkeren Beschwerden können Salben* und Kompressen* eine schnelle Linderung verschaffen.

14. Zinnhütchen für wunde und blutige Brustwarzen

Wenn gar nichts mehr geht, könnten Zinnhütchen* deine letzte Rettung sein. Mir und auch ganz vielen anderen Mamas haben sie schon nach kurzer Anwendung eine Erleichterung erbracht. Sie werden ganz einfach nach den Stillmahlzeiten auf die Brustwarzen gelegt und im BH getragen. Das Silber hat eine antibakterielle Wirkung und kann den Heilungsprozess so schnell und gut unterstützen.

Der wichtigste Tipp:

15. Hol dir Hilfe

Stillen sollte natürlich und angenehm sein. Wenn es dann nicht richtig klappt, kann das ganz schön frustrierend sein. Wenn du gerne Stillen willst, es aber nicht richtig funktioniert, solltest du dir Hilfe von einer Hebamme oder eine Stillberaterin holen. Sie werden dir mit ihrer Erfahrung und Kompetenz helfen, eine funktionierende Stillbeziehung aufzubauen, die du mit deinem Baby genießen kannst.

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