Warum Ein Einschlafritual Deinem Kind Beim Schlafen Hilft

Jun 13, 2018 | Baby, Kind, Kleinkind, Schlafen | 2 Kommentare

Hat dein Baby Probleme beim Einschlafen? Kämpft dein Kleinkind regelrecht gegen das Schlafengehen?

Eine ganz einfache Lösung könnte ein Einschlafritual sein!

Wenn du mehr über Einschlafrituale erfahren möchtest und wissen willst, wie du selbst eins mit deinem Kind einführen kannst , solltest du diesen Artikel lesen.

Was ist ein Einschlafritual?
Ein Einschlafritual ist eine immer wiederkehrende Abfolge von bestimmten Handlungen (z.B. Wickeln, Singen,Kuscheln), die du vor jedem Tagesschlaf und Nachtschlaf mit deinem Kind wiederholst.

Das Einschlafritual sollte kurz, beruhigend und beständig sein.

Wieso kann ein Einschlafritual meinem Kind helfen besser zu schlafen?
Ein Einschlafritual hat viele Vorteile für dich und dein Kind:

– Es hilft deinem Kind sich zu entspannen

– Kinder lieben Routine und Rituale. Es beruhigt und tröstet sie zu wissen, was als nächstes kommt

– Dein Kind wird schläfrig. Wenn es immer wieder das gleiche Einschlafritual erlebt, werden bestimmte Schlaf-Hormone ausgeschüttet, die dein Kind ermüden lassen

– Wenn dein Kind sich darauf verlassen kann, dass das Schlafen gehen jedes Mal in einer ruhigen und entspannten Atmosphäre abläuft, wird es das Schlafen gehen als etwas Positives empfinden

– Und nicht nur deinem Kind kann eine solche Routine helfen, auch dir! Du wirst entspannter im Umgang mit deinem Kind sein und dich wohlmöglich sogar auf das „Ins Bett bringen“ freuen

Ab wann sollte man mit Einschlafritualen anfangen?
Auch wenn ein Einschlafritual in den ersten Monaten noch nicht allzu viel bringt, so kann ein kleines Ritual von Anfang an nicht schaden. Dennoch sollte es vor allem bei Neugeborenen sehr kurz gehalten werden.

Spätestens mit 2 Monaten solltet ihr ein Einschlafritual einführen, denn jetzt kriegen Babys schon mehr von ihrer Umwelt mit und können die immer wiederkehrenden Abläufe wahrnehmen.

Natürlich ist es nicht schlimm, wenn dein Kind schon älter als 2 Monate ist und du erst jetzt ein EInschlafritual einführst. Es wird sich eventuell erst einmal daran gewöhnen müssen, doch nach kurzer Zeit wird es das Ritual erkennen.

Wie lange sollte ein Einschlafritual dauern?
Je nach Alter kann die Länge des Einschlafrituals kürzer oder länger ausfallen. Für Neugeborene reichen manchmal schon 5 Minuten. Doch je älter dein Kind wird, umso eher ist es nötig, die Zeit des Rituals zu verlängern, um ihnen mehr Zeit zu geben, „runterzukommen“ und sich zu entspannen.

Hier sollte auch das Temperament beachtet werden. Kinder die aktiver sind brauchen meist eine längere Zeit, um sich zu entspannen.

Einen weiteren Unterschied gibt es auch noch bei dem Tagesschlaf. In der Regel wird das EInschlafritual hier kürzer gehalten.

Als Richtlinie kann man sagen, dass alles zwischen 5-30 Minuten, je nach Alter und Temperament des Kindes völlig in Ordnung sind.

Was kann ein gutes Einschlafritual beinhalten?

Jedes Kind ist anders und spricht auch unterschiedlich auf bestimmte Handlungen an. Manche Kinder können sich super beim Lesen entspannen, während andere total aufdrehen. Und auch Eltern haben unterschiedliche Vorlieben, welche man berücksichtigen sollte. Wenn ihr etwas in euer Einschlafritual einbaut, dass ihr gar nicht gerne macht (z.B. singen), dann wird euer Kind das merken und die Atmosphäre wird weniger entspannt sein.

Also stellt euch euer Einschlafritual so zusammen, wie es für euch und euer Kind am besten passt. Die folgende Liste kann euch ein paar Ideen geben, was ihr in euer Einschlafritual mit einbeziehen könnt:

Eine ruhige friedvolle Umgebung

Damit sich dein Kind richtig entspannen kann und müde wird, ist eine ruhige Umgebung sehr wichtig. Wenn es nur irgendwie möglich ist, sollte kein großer Lärm von Geschwisterkindern, Musik oder anderen störenden Geräuschen zu euch dringen.

Baden

Für viele gehört das all abendliche Baden zum festen Bestandteil ihrer Routine. Du musst selbst entscheiden, ob du dein Kind jeden Tag baden möchtest. Wenn dein Kind eine sehr sensible Haut hat, würde ich dir empfehlen, die Haut nur mit einem nassen Waschlappen zu reinigen.
Außerdem ist es nich wichtig zu wissen, dass manche Kinder sogar richtig aufdrehen beim Baden, auch bei Ihnen würde ich es nicht zum festen Ritual hinzunehmen.

Schlafsachen anziehen

Schlafanzug und/oder Schlafsack

Zähne putzen (ab dem ersten Zahn)

Stillen oder Flasche bei Baby und Kleinkindern

Eine Mahlzeit vor dem Schlafengehen hilft deinem Kind, eine längere Zeit zu schlafen ohne durch Hunger aufgeweckt zu werden. Bei kleinen Babys kann es sogar sinnvoll sein, sie nach 2-3 Stunden noch einmal zu wecken und ihnen einen sogenannten „DreamFeed“ zu geben.

Ein Buch vorlesen

Keine Geschichten die aufregen. Lieber spezielle Gute-Nacht-Geschichten, wie z.B dieses hier*.

Lieder vorsingen

Kuscheln

Pucken

Pucken hilft vor allem Neugeborenen beim Schlafen. Beim Pucken werden die Babys in Tücher oder spezielle Pucksäcke* eingewickelt. Dies erinnert sie an die Zeit im Mutterleib und lässt sie viel entspannter schlafen.

Massage

Eine kleine Massage hilft vielen Babys, durch die Wärme und den Körperkontakt, sich richtig zu entspannen

Weißes Rauschen (White- Noise)

Auch weißes Rauschen* erinnert Babys an die Zeit im Mutterleib, außerdem kann es störende Geräusche (Straßenlärm etc.) ausblenden.

Gute-Nacht sagen zu Kuscheltiere u/o Bildern

Viele ältere Babys lieben es Gute Nacht zu all ihren Kuscheltiere zu sagen! Unser Kleiner hat immer stark protestiert wenn wir auch nur ein Kuscheltier vergessen haben. („Gute Nacht lieber Esel“, „Gute Nacht kleine Maus“ etc.)

Nachtlicht anmachen

Wir lieben diese Nachtlichter*

Wickeln ( zur Toilette gehen für ältere Kinder)

Wichtig: Das Einschlafritual sollte keine Form des Medienkonsums beinhalten. Die meisten Kinder puscht es zu sehr auf, weshalb auch zu empfehlen ist, dass anderthalb bis 2 Stunden vor dem Schlafengehen kein Fernsehen geguckt oder Tablet gespielt wird.

Fazit, oder: Was macht ein gutes Einschlafritual aus ?

Ein Einschlafritual schafft eine entspannte Atmosphäre. Das Kind kann sich entspannen und wird müde.

Beständigkeit. Das Ritual wird jedes Mal in der gleichen Reihenfolge vor dem Schlafen gehen praktiziert.

Das Einschlafritual ist an die Bedürfnisse des Kindes und der Eltern angepasst. Beide, Kind und Elternteil, fühlen sich mit dem Ritual wohl und können sich entspannen.

Ich hoffe dir hat dieser Artikel über Einschlafrituale gefallen und du hast Lust bekommen es selbst einmal mit deinem Kind auszuprobieren. Wenn du noch Fragen hast, kannst du mir gerne ein Kommentar hinterlassen oder eine E-Mail schreiben!

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2 Kommentare

  1. Wir haben ein Einschlagritual (Papa liest vor und singt, Mama singt). Das Einschlafen klappt gut – aber Durchschlafen ist nicht…seit 4 Jahren nicht.

    Antworten
    • Hallo 🙂 Ich finde es toll, dass ihr ein Einschlafritual habt und das es so gut klappt! Das mit dem ’nicht-Durchschlafen‘ ist sicherlich schwer für euch 🙁 Wenn du möchtest, kannst du mir gerne eine E-Mail schreiben, vielleicht kann ich euch helfen!
      Lg 🙂

      Antworten

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